Wer dem Großstadtdschungel aber nicht dem bergigen Dschungel entkommen und die Flora und Fauna der malaysischen Berge erkunden will sollte auf jeden Fall ein paar Tage für die Caneron Highlands einplanen. Das Klima ist wesentlich kühler als im tropischen Regenwald und der Abstecher in die Berge ist eine willkommene Abwechslung.

Anreise

In die Cameron Highlands kommt man wie in die meisten anderen Gebiete Malaysias am besten mit dem Bus. Diese fahren von Kuala Lumpur, von Penang sowie ich aus dem Taman Negara Nationalpark.

In Jerantut kann man z.B. über die Agentur NKS einen Transfer mit einem Minibus in den Taman Negara Nationalpark mit anschließender Rückfahrt nach Jerantut und weiterem Transfer in die Cameron Highlands buchen. Kostenpunkt 65 Ringgits für die Fahrt in die Highlands und 15 MYR für den Transfer hin und zurück in den Nationalpark. Man sollte einen guten Magen haben, denn die Strecke führt durch kurviges Bergland. Gute Nerven sollte man auch mitbringen, denn überholt wird wo immer es geht – oder auch nicht geht…

Übernachten

Es gibt in dem zentralen Touristenort Tana Ratah diverse Hotels in verschiedenen Preisklassen. Eine günstige Alternative für Backpacker ist z.B. Fathers Guesthouse. Die Übernachtung im gut ausgestattetem Dormroom kostet 25 Ringgits. Das Guesthouse liegt zentral aber trotzdem ein paar Schritte entfernt vom Zentrum, das zu Fuß in ein paar Minuten erreicht werden kann. Es ist sehr ruhig dort. Frühstück ist nicht inbegriffen, kann aber separat am Morgen bestellt werden. Das Guesthouse ist mit WLAN ausgestattet, die Verbindung ist aber eher schlecht und langsam.

Aktivitäten

Im Guesthouse werden einige geführte Touren angeboten, man kann aber die Gegend auch gut auf eingebe Faust erkunden. Dazu wurden ein paar mäßig ausgeschilderte Wanderwege angelegt, welche aber in schönen Kartenzeichnungen sehr gut beschrieben sind. Ich bin mit einigen anderen Backpackern auf den Gunung Brinchang (2031 m) gewandert. Der Weg führt mitten durch den bergigen Dschungel und ist zum Teil sehr steil und schlammig. Gelegentlich muss man über massives Wurzelwerk klettern. Oben am „Gipfel“ erwartet einen eine große Antennenanlage und ein rostiger Aussichtsturm auf welchem man aber eine hervorragende  Aussicht über die umliegenden Berge hat. Den Weg nach unten nimmt man über die geteerte Fahrstraße, passiert eine Erdbeerfarm und einen ersten Ausblick auf die Teeplantagen. Die Sungai Palas Tee Plantation liegt auf halben Weg nach Brinchang und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.  An einer gut beschilderten Kreuzung zweigt man links ab. Die Teeplantage ist mit einem Visitors Center für Touristen gut erschlossen. Wer es etwas weniger touristisch mag, sollte sich einen Roller/Moped mieten und eine Plantage etwas südlich außerhalb des Ortes Tanah Ratah besuchen. Ca. 20 min mit dem Moped auf der Haupstraße Richtung Ringlet und bei Habu die zweite Straße nach links abbiegen. Diese führt ca. 30 min ein Tal mit vielen bäuerlichen Anwesen hinauf bis man eine Schranke und die Gebäude der  BOH Tea Estate erreicht. Der Portier an der Schranke ist sehr freundlich und lässt einen in der Regel passieren. Man durchquert bereits vor, sowie nach der Schranke das Gelände der Teeplantage und hat einen wunderschönen Ausblick auf all die Anbauflächen an den Hängen. Oben angekommen erwartet einen ein kleines Café und ein wunderbarer Ausblick über die Plantagen und die Highlands. Und es ist bei weitem nicht soviel los und wesentlich mehr „off the beaten Track“. Sehr zu empfehlen!

Von den Highlands geht’s dann z.B. weiter auf  Pulau Penang und George Town. Oder wegen meines etwas straffen Zeitplans direkt nach Lankawi. Dazu mehr dann im nächsten Post.

2 Responses so far.

  1. Felix sagt:

    Ja, die Cameron Highlands sind echt top.
    Wirklicher Dschungel, aber ganz anders als im Landesinneren!

  2. Cetin sagt:

    Die Cameron Highlands, echt super. Ein sehr schönes Foto.

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