Archive for the ‘Geschichten’ Category

Segelflugplatz Benediktbeuern

Benediktbeuern – Ein Dorf im Voralpenland, mitten in der Flugverbotszone des G7 Gipfels in Elmau

Wir Benediktbeurer Segelflieger befinden uns mit unserem Flugplatz mitten im Voralpenland – und damit mitten in der Flugverbotszone (offizielle AIP SUP der Deutschen Flugsicherung, hier veröffentlicht vom DEAC) die für den G7 Gipfel am 7. und 8. Juni in Elmau ausgeprochen wird. Dadurch sind wir als sportausübender Verein gezwungen ein Wochenende ohne unseren Lieblingssport zu verbringen. Aber noch dürfen wir fliegen.
Und darum saßen wir heute wie üblich nach einem schönen Flugtag abends beim Bier und haben gegrillt. Es war schon Nacht, das Loisachtal lag im Dunkeln und hinter der Benediktenwand ging bereits der Mond auf, als plötzlich ein Helikopter mit sehr hoher Geschwindigkeit den Platz anflog, uns kurz mit dem Landescheinwerfer anleuchtete und genau so schnell wie er erschien wieder verschwand.
Ca.  2o Minuten später sahen wir erneut Lichter am Nachthimmel und es erschienen weitere Helikopter. Insgesamt sieben Stück, wovon einer landete. Nach einigen Minuten verschwanden auch sie wieder in den Nachthimmel und hinterließen die Frage wer das wohl gewesen sein könnte.

Die starken Scheinwerfer der Helikopter machten es nahezu unmöglich zu erkennen um welche Helikopter es sich handelte. Lediglich beim Abflug der Helis gegen Westen konnte man die Silhouetten einiger Maschinen gegen den Nachthimmel erahnen und es machte die Frage die Runde ob das eventuell eine Staffel um die Marine One des US-Präsidenten Obama gewesen sein könnte. Schließlich wird er hier nächste Woche erwartet und wer weiß welcher Aufwand für den Besuch des US-Präsidenten getrieben wird.
Mit dem Blick auf die hiesigen Verhältnisse ist es aber wahrscheinlicher, das die Bundespolizei oder die Bayerische Polizei eine Nachtflugübung durchgeführt hat. Dies lässt sich aber aufgrund der Dunkelheit und der einhergehenden schlechten Erkennbarkeit der Helikopter nicht bestätigen.


Nach neuesten Informationen von Merkur.de handelte es sich tatsächlich um einen Einsatz der Bundespolizei und es ist nicht auszuschließen das es bis zum G7 Gipfel am 7. und 8. Mai weitere Übungen dieser Art geben kann.

 

Auf Fotografr hat Michael dazu aufgerufen einen kreativen Kommentar unter seinem Blogbeitrag abzugeben, um von ihm einen Fotorucksack geschenkt zu bekommen.
Ich hab mich mal drann gemacht, eine möglichst kreative Möglichkeit zu finden! Und dabei ist jetzt auf die Schnelle diese Geschichte rausgekommen. Ich bin ein wenig selbst überrascht von mir, daher poste ich sie mal.
Viel Spaß beim lesen:

Die Geschichte des Foto-Eisbären Lukas.

Lukas der Foto-Eisbär wachte eines Tages, zwischen drei Büschen, im Gras der mongolischen Tundra auf.
Müde war er, von der langen Reise und reibt sich die Augen. Einige seiner Eisbärwimpern fallen auf den sibirischen hartgefrorenen Boden.
Lukas rappelt sich auf, schüttelt sich ein wenig und streift sich die glitzernden Eiskristalle von seinem Fell ab.

Es hat nicht viel Schnee, es ist einfach nur sehr kalt. Man sieht den Atem in der tiefstehenden Morgensonne. Lukas lächelt.
Es ist ein klarer kalter Morgen, die Sonne ist gerade aufgegangen und bildet mit dem Reif an den Bäumen einen wunderbaren Anblick der Berge in der mongolischen Tundra.
Lukas freut sich und will diesen Moment mit seiner Kamera festhalten. Er greift in seine ausgebeulte und zerfledderte Kameratasche, welche ihn schon sein halbes Eisbärleben begleitet, um seine Kamera rauszuholen. Er fühlt den rauen Stoff, das Leinentuch, den Staub und den Sand der letzten Jahre der sich in der Tasche angesammelt hat. Lukas ertastet Stifte, Radiergummi, Filtertaschen, Kabel, Diffusoren, alles Mögliche was er zum Fotografieren braucht.
Aber keine Kamera. Sie sollte da sein. In einer blauen Samttasche. Lukas nimmt sich die Tasche genauer zur Hand und will nachsehen ob die Kamera wirklich nicht da ist. Da fällt ihm ein Akku auf den Fuß, und ein Kugelschreiber, ein Filterset – rutsch! Der ganze Inhalt der Fototasche breitet sich vor ihm auf dem Boden aus. Lukas erfasst die ganze Katastrophe als er durch das riesige Loch in der Tasche auf dem Boden sein ganzes Hab und Gut entdeckt!
Seine geliebte Fototasche hat ein Loch!
Bestürzt lässt er sich auf den Boden fallen und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen! Jetzt kommt es ihm in den Sinn!
Gestern als er auf der Ladefläche des Pickups an der Ladebordwand gelehnt und vor sich hingedöst hat, hatte er plötzlich so ein dumpfes Geräusch vernommen, ihm aber keine weitere Beachtung geschenkt. Das muss die Kamera gewesen sein!
Frustriert packt er seine Sachen in seine kaputte Tasche und repariert das Loch provisorisch mit Gaffa und Kabelbinder. Den schönen Sonnenaufgang kann er leider nicht mehr festhalten. Enttäuscht und traurig macht er sich auf den Weg seine Kamera zu finden. Er muss sicher weit gehen. Er erinnert sich daran, das er das Geräusch lange bevor er ankam wahrgenommen hat. Einige Stunden muss er marschieren, denn er ist erst am späten Abend angekommen.
Als es schon fast wieder dunkel wird und Lukas die Hoffnung schon fast aufgegeben hat, seine Kamera wieder zu finden, sieht er im Halbdunkel in einiger Entfernung etwas aufblitzen. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages erwärmen Lukas‘ Rücken in der Kälte der ankommenden Nacht. Gespannt darauf ob es denn seine Kamera sein könnte wird sein Schritt schneller und schneller, bis er schließlich im Eisbärengalopp auf das glitzernde Etwas zu rennt. Als er näher kommt, mach sich Ernüchterung breit. Es ist nicht seine Kamera. Es ist einer seiner Filter, die er auch verloren hat. Wenn aber hier einer der Filter liegt, kann die Kamera nicht weit sein, denkt er sich. Und in der Tat! Heureka! Er entdeckt  blaue Samtsäckchen, in dem seine geliebte Kamera steckt!

„Hurra!!“ schallt es durch die Dämmerung in bebender Eisbärenstimme! Erfreut von der Wendung des Tages sucht er sich ein neues Schlafplätzchen zwischen drei schützenden Büschen und verstaut seine Kamera so sicher es geht in seiner kaputten Tasche.
Beim Einschlafen wird im klar, das passiert ihm nicht mehr! Er braucht eine neue Kameratasche! Im Traum sieht er wie ihm ein geheimnisvoller Fremder in der Nacht, während er schläft einen nagelneuen Kamararucksack neben seine kaputte Tasche stellt.
Als er am nächsten Tag aufwacht und sich in der Morgensonne die Augen reibt, steht da plötzlich ein wunderbarer schwarzer Kamerarucksack! Erfreut über den Anblick des Rucksackes und des wunderbaren Morgens macht er das beste Bild seines Lebens!
Lukas packt seine Sachen in den neuen Rucksack und startet in den schönen neuen, sonnigen Tag! Frohen Mutes denkt er: „Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt!“