Archive for the ‘Journalismus’ Category

Kürzlich war ich wieder einmal auf einer Lost Place Tour unterwegs. Diesmal ging die Fahrt in den Südosten von Bayern – direkt an die Grenze nach Österreich.

Die Klinik wurde 1938 als zusätzliche Klinik zu dem damals bereits bestehenden Krankenhaus erbaut. Architektonisch geplant wurde Sie von dem Architekten Edgar Berge. Im Krieg nutzen man das Krankenhaus dann als Wehrmachtslazarett. Irgendwann, wahrscheinlich in den 80ern, wurde die Klinik anscheinend dann von einem privaten Investor übernommen, welcher 1996 Insolvenz anmeldete. Seit dem steht das Gebäude leer und harrt seiner Dinge als Lost Place.
[Quelle: 850 Jahre Festschrift der Gemeinde Bischofswiesen auf Yumpu]

 

 

Donald vs. Hillary

Es muss ja nicht immer alles nur um Fotografie gehen auf diesem Blog. Lasst uns also sehen was die Zeit heute so schreibt – und über den großen Teich blicken.

Wir wissen, die Amerikaner kämpfen derzeit wohl einen der widersprüchlichsten Wahlkämpfe der US Geschichte aus. Wie siehts aus bei meinen Bloglesern? Wer würde wie abstimmen?

Klickt euch einfach mal rein!

 

 

 

Ein in meinen Augen faszinierendes Titelbild von Spiegel Online

Wie bedeutsam ist es für die Menschheit ein Bild zu sehen in welcher zur gleichen Zeit ein Staatsmann öffentlich weint und eine Staatsfrau mit grimmigem Blick ein „härteres Durchgreifen“ fordert?

War es nicht eines Tages mal genau andersrum?

War es nicht mal so, dass ein Mann an der Grenze seines Herzens den Mut hatte auf den Tisch zu hauen und mit grimmigem Blick brüllte „jetzt ist genug!“.
War es nicht mal so, dass eine Frau an der Grenze ihres Herzens den Mut hatte Schwäche zu zeigen und zu zu weinen?

Wünschen wir uns nicht alle genau das?

Wenn uns diese Welt derzeit vor Augen führt wer wir sind, weil wir, Frauen wie Männer, an der Grenze unseres menschlichen Daseins angekommen sind,

ist dann

die Stärke eines Mannes das Herz und die Authentizität des Mannes?
die Sensibilität der Frau das Herz und die Authentizität der Frau?

Wäre es nicht an der Zeit dies zu akzeptieren und authentisch zu handeln?

Frauen nach ihren weiblichen Herzen und Männer nach ihren männlichen Herzen.

Wer traut sich?

Zusammenfassung Jakobsweg Teil eins

Letztes Jahr im Oktober bin ich von Benediktbeuern im Alpenvorland zu Fuß losgelaufen um mich auf den Jakobsweg zu machen.
Ich hatte damals lange überlegt ob ich den „typischen“ Jakobsweg in Spanien von Pamplona nach Santiago gehe. Dann hätte ich aber mit dem Zug erst mal nach Spanien fahren müssen.

Meine Heimat ist aber das schöne Benediktbeuern am Fuße der Benediktenwand. Dort bin ich aufgewachsen und dort sind auch meine Wurzeln. Es gibt dort ein Kloster, welches seit Jahrhunderten ein zentraler Ausgangspunkt für Reisende weiter nach Süden ist. Schließlich ist Benediktbeuern quasi die letzte Station, bevor es tiefer in die Alpen weitergeht.

Da liegt es nicht fern, das auch einer der Jakobswege über Benediktbeuern führt.
Es handelt sich hierbei um den Jakobsweg „Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn“ welcher in Schäftlarn an den Münchner Jakobsweg anschließt und über das Kloster Beuerberg, Kloster Benediktbeuern, Walchensee und Karwendel zum Tiroler Jakobsweg führt.

Warum also nicht direkt zu Hause starten, wie es eigentlich auch der allerursprünglichste Weg ist. Schließlich heißt es „der Jakobsweg führt von Deiner Haustüre nach Santiago di Compostella“.

Ich habe den Weg damals nicht online dokumentiert, sondern in einem Tagebuch das ich dabei hatte. Außerdem habe ich damals bewusst auf digitale Technik im weiteren Sinn verzichtet und habe sogar meine 5D daheim gelassen. Statt der 5D habe ich eine alte Rollei 35 von meinem Dad und drei Diafilme mitgenommen. Irgendwann werde ich die Bilder noch in einem separaten Beitrag online stellen und ein wenig mehr dazu erzählen.
Ich wollte den Weg völlig offline gehen. Ok, ganz offline wars nicht, ich hatte ein altes Siemens Handy dabei um wenigstens für etwaige Notfälle und Buchungsanfragen gerüstet zu sein. Allerdings war es eigentlich die meiste Zeit ausgeschaltet und ich habe es lediglich zur Reservierung von Unterkünften genutzt. Man könnte das natürlich schon noch auf die Spitze treiben und sich wirklich drauf einlassen das man vor Ort schon was findet. Sollte eigentlich schon funktionieren… 😉


Jakobsweg Teil zwei

Heute geht es weiter. Ich mache mich wieder auf den Weg um an meiner letzten Etappe vom letzten Jahr wieder anzuschließen. Dazu muss ich aber erst mal nach Brienz in der Schweiz.

Mein Plan ist im Moment mit Roy, welchen ich über Blablacar kontaktiert habe nach Wintherthur zuu fahren. Dort werde ich voraussichtlich bei Gina, welche ich über Couchsurfing angeschrieben habe übernachten. Dann sehen wir mal weiter.

Ich werde versuchen von unterwegs aus abundzu einiges hier online zu stellen. Mal sehen wie es funktioniert. Es wird auf jeden Fall diese mal keine High-End-Fotos geben, da ich meine 5D nicht mitnehme, sondern lediglich meine kleine Lumix und das Iphone.

So, nun gehts aber weiter ich hab also meine Sachen wieder gepackt:

Vorbereitung für den zweiten Teil meines Jakobswegs

Vorbereitung für den zweiten Teil meines Jakobswegs

Folgend eine Packliste als Empfehlung für euren Jakobsweg:

Klamotten/Ausrüstung:

  • Leichte Wanderhose, am besten als ZIP-Hose damit kann man sie auch kurz machen
  • 2x leichtes Multifunktions T-shirt
  • 2x leichtes Multifunktions Longsleeve
  • Goretex Regen-/Windjacke, muss gar nicht mal gefütter sein, denn dazu kann man sich andere Sachen drunterziehen
  • Soft-Shell, perfekt zum drunter ziehen
  • Leichte Regenhose, kann über die ZIP Hose drüber gezogen werden oder dient im Notfall auch komplett als Ersatz
  • 2x Unterhosen, jeweils abwechselnd waschen
  • 2x Wandersocken, jeweils abwechselnd waschen
  • Mütze
  • Schaal (es hört sich blöd an, aber ich nehme einen Seidenschaal mit, der ist extrem leicht und sehr warm)
  • Leichte Handschuhe

Weitere Ausrüstung

  • Wanderschuhe (müssen nicht die schweren Bergstiefel sein, auf den meisten Wegen tun es Trekkingschuhe auch. Bei schwierigeren Passagen muss man halt ein wenig vorsichtiger sein.. die brasilianischen Tourguides gehen auch mit FlipFlops in den Dschungel 😉 )
  • Flip-Flops
  • Sonnenbrille
  • Hülle für Sonnenbrille
  • Hut
  • Stirnlampe
  • Brusttasche
  • evtl. Geldgürtel
  • Rucksackpariser (also so eine Regenschutzhülle)
  • Hüttenschlafsack
  • Biwaksack
  • evtl. leichte Isomatte
  • Trinkflasche
  • Brotzeitdose
  • Fleecehandtuch
  • Taschenmesser
  • evtl. Reisetasse
  • evtl. Reisebesteck
  • Pilgerstock (je nach Vorliebe aus Holz vom Wegrand oder Teleskopstöcke)
  • Jakobusmuschel, Jakobuspin

Klamotten wie Mütze, Schaal und Handschuhe sind für herbstliche Jahreszeiten in Mitteleuropa durchaus zu empfehlen. In Spanien ist das vielleicht nicht unbedingt notwendig. Kommt eben immer auch auf die Jahreszeit an.

Ein dicker Schlafsack und ein Zelt ist in der Regel nicht notwendig. Außer man reist in wirklich kalten Regionen oder zu sehr kalter Jahreszeit. Das kommt in jedem Fall dann auf die persönlichen Reiseplanungen und Vorlieben an.

Nützliches

  • Filmdose mit Gummis und Nähzeug
  • Filmdose mit Sicherheitsnadeln
  • Zündholzschachtel mit Oropax
  • kleines Stück Schnur
  • eine Rolle Klopapier, verpackt in einem Plastikbeutel,  alternativ Tempos
  • kleine Schere
  • zwei kleine PE Beutel

Literatur/Schreibzeug/Ausweiße

  • Pilgerführer
  • Pilgerausweiß
  • Personalausweiß/Reisepass
  • DAV Ausweiß
  • Jugendherbergsausweiß
  • EC-Karte
  • Kreditkarte
  • Bahncard
  • evtl. Führerschein
  • evt. Drivenow Kundenkarte
  • Sprachführer
  • Tagebuch
  • Bleistift
  • Kugelschreiber
  • Radiergummi
  • Spitzer

Medizinische Versorgung

  • Blasenpflaster, groß & klein
  • Handelsübliches normale Pflaster (Hansamed)
  • Hansaplast (kann auch als Klebeband dienen)
  • Jod-Antiseptikium
  • Kleine Tube Voltaren (günstiger Ersatz ist z.B. Diclofenac von Ratiopharm)
  • Hirschtalgcreme (um die Füße einzucremen und vor Blasen durch Reibung zu schützen)
  • Aspirin
  • evtl. Kondome
  • Persönliche Medikamente

Für die Kulturtasche

  • kleine Kulturtasche
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Sonnencreme
  • Labello
  • Mini-Duschgel (gibts im Drogeriemarkt) oder einfach eine Seife
  • Rei in der Tube (gibts als Miniversion im Drogeriemarkt)

So, und zu guter letzt noch ein Hinweis, welcher leider heutzutage notwendig ist. Die vorgestellte Liste ist lediglich eine Auflistung meiner persönlichen Empfehlung. Fehler und Irrtümer sind nicht auszuschließen. Ihr seid selbst für eure Packliste und eure Reise verantwortlich. Ich gebe jegliche Verantwortung für eine etwaige „Richtigkeit“ oder „Vollständigkeit“ dieser Packliste ab.

Segelflugplatz Benediktbeuern

Benediktbeuern – Ein Dorf im Voralpenland, mitten in der Flugverbotszone des G7 Gipfels in Elmau

Wir Benediktbeurer Segelflieger befinden uns mit unserem Flugplatz mitten im Voralpenland – und damit mitten in der Flugverbotszone (offizielle AIP SUP der Deutschen Flugsicherung, hier veröffentlicht vom DEAC) die für den G7 Gipfel am 7. und 8. Juni in Elmau ausgeprochen wird. Dadurch sind wir als sportausübender Verein gezwungen ein Wochenende ohne unseren Lieblingssport zu verbringen. Aber noch dürfen wir fliegen.
Und darum saßen wir heute wie üblich nach einem schönen Flugtag abends beim Bier und haben gegrillt. Es war schon Nacht, das Loisachtal lag im Dunkeln und hinter der Benediktenwand ging bereits der Mond auf, als plötzlich ein Helikopter mit sehr hoher Geschwindigkeit den Platz anflog, uns kurz mit dem Landescheinwerfer anleuchtete und genau so schnell wie er erschien wieder verschwand.
Ca.  2o Minuten später sahen wir erneut Lichter am Nachthimmel und es erschienen weitere Helikopter. Insgesamt sieben Stück, wovon einer landete. Nach einigen Minuten verschwanden auch sie wieder in den Nachthimmel und hinterließen die Frage wer das wohl gewesen sein könnte.

Die starken Scheinwerfer der Helikopter machten es nahezu unmöglich zu erkennen um welche Helikopter es sich handelte. Lediglich beim Abflug der Helis gegen Westen konnte man die Silhouetten einiger Maschinen gegen den Nachthimmel erahnen und es machte die Frage die Runde ob das eventuell eine Staffel um die Marine One des US-Präsidenten Obama gewesen sein könnte. Schließlich wird er hier nächste Woche erwartet und wer weiß welcher Aufwand für den Besuch des US-Präsidenten getrieben wird.
Mit dem Blick auf die hiesigen Verhältnisse ist es aber wahrscheinlicher, das die Bundespolizei oder die Bayerische Polizei eine Nachtflugübung durchgeführt hat. Dies lässt sich aber aufgrund der Dunkelheit und der einhergehenden schlechten Erkennbarkeit der Helikopter nicht bestätigen.


Nach neuesten Informationen von Merkur.de handelte es sich tatsächlich um einen Einsatz der Bundespolizei und es ist nicht auszuschließen das es bis zum G7 Gipfel am 7. und 8. Mai weitere Übungen dieser Art geben kann.